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4. Tag + 5. Tag 9.6.2012 + 10.6.2012: Santa Maria de Salute – Galerie dell’Accademia - Palazzo Ca’ Rezzonico – Zattere – Markuskirche – Scuola Grande di san Rocco – S. Nicolo d. Mendicoli – Nachtspaziergang – Rückreise

Heute ist bereits unser letzter Tag in der schönen Lagunenstadt. Wir fahren zuerst per Boot zum Markusplatz und genießen die morgendliche Ruhe, bevor die Menschenmassen einfallen.
Dann setzen wir ans gegenüberliegende Ufer über und erkunden den Bezirk Dorsoduro, der an der Mündung des Canal Grande in die Lagune liegt. An der Spitze des Stadtviertels befindet sich das Punta della Dogana, ein Museum für zeitgenössische Kunst. Wir lugen kurz durch die Fenster, sind jedoch nicht besonders angetan und spazieren weiter zur Kirche Santa Maria de Salute.
Dieses barocke Gotteshaus mit seiner eindrucksvollen Kuppel wurde im Jahre 1687 anlässlich des Endes der Pestepedemie errichtet. Insgesamt starben über 40000 Menschen –etwa 1/3 der Bevölkerung - an der Seuche. Die Kirsche stellt Maria als „Gebieterin des Meeres“ dar und ihre Statue ziert die Kuppel des Bauwerks.

Wir spazieren weiter durch Dorsoduro bis zur Gallerie dell’Accademia mit ihrer großen Sammlung venezianischer Kunst von 1400 bis 1900. Nach diesem Kunstgenuss genehmigen wir uns einige leckere Brötchen (Crostini) mit verschiedensten Aufstrichen. Nachdem wir fast alle Sorten durchprobiert haben – glücklicherweise sind die Brotscheiben so klein – geht es weiter.

Plötzlich dingt laute Rockmusik in unsere Ohren - was für ein ungewöhnlicher Klang zwischen all den alten Bauten. Wir näheren uns schließlich einer Schule, wo anscheinend gerade die Schulband in ohrenbetäubender Lautstärke Metallica nachspielt. Leider können wir nicht zusehen und laufen daher weiter zu unserem nächsten Tagespunkt, dem Palazzo Ca’ Rezzonico.

Dieses alte Adelshaus befindet sich direkt am Canal Grande und stammt aus dem 18 Jh. Seit 1935 beherbergt es das Museum für venezianische Kunst des 18Jh. Die prachtvollen Gemächer sind sehr sehenswert. Leider darf man auch hier nicht fotografieren.
Hinter dem Palast befindet sich ein schöner Garten, denn schließlich sind wir schon über das kleinste Stückchen Grün in Venedig erfreut.

Einige Kanäle weiter treffen wir auf einen schwimmenden Obst- und Gemüsemarkt. Mehrere Boote sind hier am Ufer vertäut und warten mit frischen Produkten auf Kundschaft.

Schließlich erreichen wir die lange Uferpromenade Zattere an der Südseite der Lagunenstadt. Hier gilt beim Flanieren wohl „sehen und gesehen werden“, denn zahlreiche Cafes und Restaurants laden zum Verweilen und Beobachten ein.
Der Name dieser Promenade stammt von ehemaligen Flößen, die hier Holz transportierten. Heute sind aus den Lastbooten riesige Kreuzfahrtschiffe geworden, die hier ihren Liegeplatz haben.

Wir besteigen hier auch ein Boot, jedoch nur ein Vaporetto zum Markusplatz.
Dort angekommen stellen wir uns an das Ende der langen Warteschlange zur Basilica di San Marco.
Natürlich möchten wir uns die berühmteste Kirche Venedigs nicht entgehen lassen und nehmen so eine Wartezeit von etwa 20 Minuten in Kauf. Wir bewundern die kunstvoll verzierte Fassade und betreten schließlich das Bauwerk. Die Fülle an Reichtümern ist einfach überwältigend. Wuchtig glänzen die prächtigen Marmorböden und leuchtende Goldmosaike bedecken Gewölbe und Kuppeln. Der Kirchenschatz besteht aus zahlreichen wertvollen Reliquienschreinen, edelsteinbesetzten Pokalen und liturgischen Gegenständen.
Die Hauskapelle der Dogen ist an die 1000 Jahre alt, wurde jedoch erst 1807 zur Kathedrale geweiht.
Zu Recht ist die Markuskirche das Glanzstück am Piazza San Marco und ergänzt wunderbar die Silhouette der Lagunenstadt.

Da wir uns heute ein sehr kunstlastiges Besichtigungsprogramm vorgenommen haben, besuchen wir als nächstes die Scuola Grande di san Rocco. Dieses Bauwerk, das Schule genannt wurde, ist am Ehesten mit unseren mittelalterlichen Gildehäusern vergleichbar. Diese Scuola diente der Bruderschaft des Hl. Rochus als Versammlungsgebäude. Das Gebäude entstand 1477 und beherbergt über 50 Werke des berühmten Malers Tintoretto. Den großen, prunkvollen Raum im Obergeschoss zieren Bilderzyklen aus dem neuen Testament. Um beim Betrachten des prächtigen Deckengewölbes (Szenen aus dem Alten Testament) keinen steifen Nacken zu bekommen, können Spiegel ausgeliehen werden. Fotografieren ist wie leider fast überall in Venedig nicht erlaubt.

Abseits der Touristenströme steht eine der kleinsten und ältesten Kirchen von Venedig, das Gotteshaus San Nicolò dei Mendicoli.
Es wir berichtet, dass das Gotteshaus auf den Resten eines ehemaligen Venus-Tempels erbaut wurde. Das heutige Aussehen erhielt sie jedenfalls zwischen dem 12 Jh und 16 Jh.
Die Öffnungszeiten sind spärlich und wir probieren einfach unser Glück. Hier, im Norden von Dorsoduro, geht es weit weniger lebhaft als im Zentrum zu und wir sind die einzigen Touristen. In der Kirche findet gerade eine Hochzeit statt, sodass wir nur einen schnellen Blick ins Innere werfen können.
Gleich ins Auge fällt uns das viele Holz und die eleganten Säulenreihen. Ein golden glänzender Stilmix, der friedlich und einladend wirkt.

In kurzer Zeit erreichen wir anschließend den Piazzale Roma, wo unser Bus nach Mestre zum Hotel abfährt.

Als Abschluss unserer Reise haben wir uns vorgenommen, abends wieder in die Altstadt zu fahren, um Venedig auch bei Nacht bewundern zu können.
Zuerst fahren wir zum Markusplatz und erfreuen uns an der schönen Beleuchtung der Gebäude. Natürlich darf auch die Rialtobrücke nicht fehlen und eine nächtliche Vaporetto Fahrt durch den Canal Grande.
Am lebhaften Platz Campo Santa Margherita treffen sich die Nachtschwärmer und es herrscht geschäftiges Treiben. Gerade läuft ein Fußballspiel, wo lautstark mitgefiebert wird.
Müde erreichen wir schließlich spätabends wieder das Hotel und verbringen unsere letzte Nacht in Mestre.

Am nächsten Morgen gönnen wir uns etwas mehr Schlaf und checken gemütlich nach dem Frühstück aus. Die Heimfahrt verläuft glücklicherweise ruhig und ereignislos, sodass wir nachmittags wohlbehalten zu Hause ankommen.

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