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5. Tag 3.2.2004: Fethiye - Xanthos - Schlucht Saklikent - Patara - Kale (Demre)

Zeitig am Morgen verließen wir die schlimmste Unterkunft, die wir jemals erlebt hatten und begaben uns zum Frühstück in ein kleines Straßencafe. Nach dieser Stärkung machten wir einen Spaziergang durch das ca. 50.000 Einwohner zählende Fethiye.
Das heutige Ortsgebiet wurde auf der antiken Stadt Telmessos errichtet. Bis auf die Reste eines römischen Theaters und einigen Felsgräbern in einer Steilwand über dem Stadtgebiet ist allerdings nichts mehr erhalten.
In der heutigen Zeit ist Fethiye vor allem wegen seinen Buchten und Stränden der Umgebung bekannt. Am berühmtesten ist die Strandlagune Ölüdeniz ("Totes Meer"), ca. 15km südlich von Fethiye. Dieser Postkartenstrand, der Südseeassoziationen hervorruft, ist wahrscheinlich der Meistfotografierte der gesamten Türkei. Wir erinnern uns gerne an einige schöne Urlaubstage, die wir hier vor einigen Jahren im Hotel Meri - das einzige Hotel in der Lagune - verbracht haben (siehe Fotos).

Nun ging unsere Reise weiter zum Weltkulturerbe Xanthos. Diese antike Stadt wurde von kretischen Siedlern gegründet und wurde -nach wechselhafter Geschichte mit Bränden, Wiederaufbauten und Massenselbstmorden ihrer Bevölkerung- im 8. Jh. von plündernden Arabern endgültig zerstört. 1988 wurden die Reste von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Die Ruinenstätte thront hoch auf einem Felsen, direkt über dem Fluss Esen Cay. Bekannt ist sie vor allem für ihre Pfeilergräber, bei denen die Urnenkammern auf hohen Monolithen stehen. Diese Art der Grabgestaltung ist weltweit einzigartig, sie wurde nur in Lykien (dem heutigen südwestlichen Teil Kleinasiens) angewendet.

Unser Weg führte uns weiter Richtung Süden. Als wir einen Wegweiser zur Sakklikent-Schlucht entdeckten, beschlossen wir kurzerhand einen kleinen Abstecher dorthin zu wagen.
Einige Zeit später stellten wir fest, dass die Entfernung, die auf dem Wegweiser angegeben war, sehr optimistisch berechnet war. Da wir jedoch schon so weit gekommen waren, wollten wir nun nicht mehr umdrehen und folgten der schmalen Straße weiter.
Schließlich erreichten wir die eindrucksvollen Flanken des Taurus Gebirges und damit den Parkplatz vor dem Schluchteingang. Über einen wenig vertrauenserweckenden Holzsteg, zwischen eng zusammengerückten, glatt geschliffenen Felswänden und von tosenden Wassermassen begleitet, erkundeten wir diese felsgewaltige Urlandschaft.
Leider endete der Steg nach ein paar hundert Metern und wir mussten wieder umdrehen. Im Sommer kann man sich hier die Schuhe ausziehen und barfuss im Wasser weiter der Schlucht entlang wandern.
Am Eingang des Canyons kann man sich in gemütlichen Hängematten direkt über dem Wasser bei Tee und gegrilltem Fisch herrlich entspannen.

Unser Reisehandbuch empfahl uns anschließend einen Besuch von Patara.
Die antike Stadt Patara liegt ca. 5 km abseits der Bundesstraße D400. Der Strand, der direkt an die Ruinenstätte angrenzt, ist legendär. Feinsandig, kilometerlang und naturbelassen verleitete er uns zuerst zu einem Spaziergang.
Gleich hinter dem Traumstrand befinden sich die Überreste der Stadt, die spätestens seit dem 7 Jh v. Chr. besiedelt war. Besonders gut erhalten ist das aus dem 2 Jh. n Chr. stammende Theater und das Stadttor. Auf dem weitläufigen Ruinengebiet warten noch unzählige Geheimnisse darauf, von Archäologen entdeckt zu werden.
Leider überraschte uns bei unserer Entdeckungstour zum ersten Mal (und letzten Mal) auf dieser Reise der Regen.

Enttäuscht begaben wir uns schnell zurück zum Auto und fuhren weiter entlang der engen Küstenstraße. Immer wieder genossen wir zauberhafte Blicke auf das dunkel wogende Meer unter uns.
Da es schon spätabends war, wollten wir in Kale (auch Demre genannt) die Nacht verbringen. Ziemlich lange suchten wir zu Fuß nach einer Unterkunft.
Als wir - schon ziemlich durchnässt - an ein Tor mit der Aufschrift Pansiyon klopften, öffnete uns ein Mann, der uns von oben bis unten musterte, um uns anschließend unfreundlich und kommentarlos wieder wegzuschicken! Leider gibt es anscheinend überall solche Zeitgenossen.
Glücklicherweise fanden wir kurze Zeit später eine passende Unterkunft.


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