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6. Tag 4.2.2004: Kale (Demre) -Felsengräber Myra - Bootsausflug zur versunkenen Stadt Kekova - Antalya

Am nördlichen Stadtrand der wenig reizvollen Stadt Kale liegt die Ausgrabungsstätte Myra. Die antike Stadt Myra wurde im 5 Jh v. Chr. gegründet und wurde durch den Export von Weihrauch, hauptsächlich nach Ägypten, reich. Zahlreiche Erdbeben und Überfälle von Arabern sorgten schließlich für die Aufgabe der Stadt.
Die Hauptsehenswürdigkeiten sind eine steile Felswand mit monumentalen, in den Fels eingemeißelten Gräbern und das antike Theater, das teilweise direkt in den Fels gehauen wurde.
Außerdem soll in einer noch heute erhaltenen Basilika der Hl. Nikolaus gewirkt haben. Die Kirche wurde in den letzten Jahrhunderten oftmals umgebaut und restauriert, im Inneren befindet sich neben ein paar Mosaikresten ein geplünderter Sarkophag, der einst die Gebeine des Hl. Nikolaus enthalten haben soll. Der Legende nach haben italienische Kaufleute im Mittelalter die sterblichen Überreste des Heiligen gestohlen.

Da heute glücklicherweise wieder die Sonne auf uns herablächelte, fuhren wir anschließend zum Hafen von Kale. Von hier aus wollten wir eine Bootstour zur versunkenen Stadt Kekova auf der gleichnamigen Insel machen. Die Stadt versank langsam unter den Fluten, da sich die Küste beständig absenkt.
Im Winter verkehren normalerweise keine Ausflugsboote, jedoch hatten wir das große Glück, uns einer deutschen Urlaubergruppe anschließen zu dürfen.
Bei ohrenbetäubender Musik von Tarkan schaukelten wir über das herrlich blaue Meer. Der Wellengang war ziemlich stark, sodass die Fahrt erst richtig Spaß machte.
Nach einiger Zeit erreichten wir schließlich die Unterwasserruinen der Stadt Kekova. Es ist verboten, die Insel zu betreten, sodass das Boot langsam an versunkenen Stufen, Mauerzügen und einem halb aus dem Wasser ragenden Steinsarkophag vorbei tuckerte.
Gegenüber der Insel Kekova liegt wie eine Filmkulisse das idyllische Dorf Simena mit 150 Einwohnern. Malerisch klebt es an einem Hang über dem Meer, gekrönt wird Simena von einer mittelalterlichen Burganlage. In den bewaldeten Hängen rings um das Dorf kann man zahlreiche Felsengräber ausmachen.

Am Nachmittag erreichten wir wieder wohlbehalten das Festland und fuhren weiter entlang der Küstenstraße Richtung Antalya.
Nach zahlreichen Fotopausen wurden wir hungrig und Baran entschied, dass wir ein Picknick machen könnten. Wir hielten beim nächsten Supermarkt, kauften Hühnchenschenkel, Gemüse, Getränke und eine fertige "Grillschale" mit Kohlen und Grillrost.
An einem Picknickplatz - Türken lieben Picknicke in der Natur und überall gibt es eigens dafür ausgewiesene Plätze - packten wir unser Essen aus und entzündeten die Grillschale.
Nach kurzer Zeit rochen wir bereits den verführerischen Duft des Gebratenen und genossen bald darauf einen super guten Imbiss.

Abends erreichten wir unser Tagesziel, nämlich die Stadt Antalya.
Die 1,5 Mio. zählende Großstadt ist umrahmt vom mächtigen Taurus-Gebirge. Die charmante Altstadt mit ihren verwinkelten Gässchen umringt den Hafen, leider hatten wir nicht sehr viel Zeit, sie zu durchwandern, da bereits die Sonne untergegangen war.
In der geschäftigen Stadt war es nicht schwer, eine billige Unterkunft zu finden. Nach einem kurzen Nachtspaziergang begaben wir uns zur Ruhe.


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