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Tag 5 - 15.8.2006 - Kirche Sant Andrea della Valle - Il Gesu Kirche - Piazza Mattei - Tiberinsel - Trastevere - Aqua Paole - Piazzale Garibaldi - Piazza Farnese - Via Giulia -Campo de Fiori - Palazzo Venezia - Piramide

Heute nahmen wir den Bus bis zum "Largo di Torre Argentina". Inmitten dieses hektischen Platzes befindet sich eine Ausgrabungsstätte. Einst befanden sich hier 4 Tempelanlagen aus antiker Zeit, von denen heute nur noch die Fundamente und ein paar einzelne Säulen übrig sind.
Das gesamte Ausgrabungsgelände befindet sich einige Meter unter dem heutigen Straßenniveau. Wirft man einen Blick hinunter, kann man viele Katzen beobachten, die hier - geschützt vor dem Straßenverkehr - ein Asyl gefunden haben. Angeblich leben hier mehr als 200 streunende und ausgesetzte Katzen, die von engagierten Menschen versorgt werden.

Ein kurzer Abstecher führte uns zur Kirche "Sant Andrea della Valle" Diese Barockkirche ist berühmt für ihre große und schöne Kuppel mit Motiven des Paradieses. Sie diente außerdem dem Komponisten Puccini als Schauplatz für seine Oper "Tosca"

Nun spazierten wir weiter zur Il Gesu Kirche. Dieses prächtige, reich verzierte Barockbauwerk ist die Mutterkirche des Jesuitenordens, der 1540 von Ignatius von Loyola gegründet wurde. Sie diente als Modell für viele weitere Barockkirchen in ganz Europa.

Am nahe gelegenen, kleinen Piazza Mattei befindet sich der Fontana delle Tartarughe, der Schildkrötenbrunnen. Diese Brunnenanlage verdankt ihren Namen den vier Schildkrötenfiguren am Rand der Brunnenschale. Der Bau des Brunnens wurde 1585 von Papst Gregor XIII in Auftrag gegeben, die Schildkröten wurden erst später hinzugefügt.

Unser weiterer Weg führte uns durch das ehemalige jüdische Ghetto. Im 16 Jh war das nur 3 Hektar große Gebiet von 8000 Juden bewohnt. Eine große Mauer umschloss das Viertel und die Familien mussten viele Benachteiligungen erdulden. Den 2. Weltkrieg überlebten nur 15 Personen. Heute gibt es glücklicherweise keine Mauer mehr und es leben wieder ca 500 Familien hier. Am Ufer des Tibers befindet sich eine große Synagoge aus dem Jahre 1904.

Gegenüber der Synagoge kann man die Tiberinsel über eine alte Steinbrücke betreten. Die kleine Isola Tiberina hat die Form eines Schiffes und wurde in antiker Zeit dem Gott für Heilkunde, Äskulap, geweiht. Auch heute ist ein Krankenhaus auf der Insel zu finden.

Auf der anderen Seite der Tiberinsel befindet sich das Viertel "Trastevere". Dieses Gebiet wird auch gerne das "Dorf Roms" genannt. Alle Häuser drücken sich hier eng aneinander und verwinkelte Gassen lassen Einem leicht die Orientierung verlieren.
Gleich beim Betreten des Viertels krähte uns ein Hahn entgegen und verstärkte damit den Eindruck des "römischen Dorfes" noch. Leider wirken einige Häuser bereits sehr verfallen und viele hässliche Graffitis entlang der Hausmauern zerstören den natürlichen Charme des Viertels.
Wir schlenderten durch die schmalen Gassen und besuchten die romanische Kirche Santa Maria in Trastevere. Besonders beeindruckte uns hier das leuchtend goldene Mosaik der Apsis aus dem 12 Jh.
Auch dem "Museo di Roma in Trastevere" mit einer kleinen Folkloreausstellung statteten wir einen kurzen Besuch ab.

Nun bestiegen wir den Hügel Gianicolo. Hier befindet sich der Piazzale Garibaldi von dem aus wir wieder einmal einen herrlichen Blick auf die Stadt genießen konnten. Unterhalb des Platzes entdeckten wir eine majestätisch wirkende Brunnenanlage, den Brunnen "Acua Paola" aus dem 17 Jh.

Anschließend stiegen wir wieder hinab zum Ufer des Tibers und überquerten den Fluß erneut. Wir folgten dem schnurgeraden Verlauf der Straße "Via Giulia", deren Bau der Renaissance-Architekt Bramante übernahm. Die elegante Straße führte uns zum "Piazza Farnese", in dessen Mitte zwei in Brunnen umfunktionierte Wannen aus den Caracalla-Thermen (siehe 4 .Tag) stehen.

Ein paar Schritte entfernt befindet sich der "Campo de Fiori", dessen Namen sich von einer Blumenwiese ableitet, die hier im 15 Jh war. Früher war der Platz sehr verrufen, hier standen viele Kneipen und Bordelle reihten sich aneinander.
Bis heute ist der Campo de Fiori einer der wenigen Plätze Roms ohne Kirche.
In seiner Mitte steht eine düstere Statue, die Giordano Bruno darstellt, der hier - wie viele andere Menschen auch - während der Inquisition verbrannt wurde.
Heute ist dieser kleine, lebhafte Platz besonders bei Nachtschwärmern beliebt. Vormittags findet hier ein Markt statt.

Nun besuchten wir das Nationalmuseum im Palazzo Venezia. Der Renaissance Palast diente im 15 Jh den Päpsten als Residenz. 1797 übernahmen ihn die Franzosen, dann diente er bis 1916 als österreichische Botschaft. Zwischen 1922 und 1943 residierte hier Mussolini. Heute beherbergt das Gebäude eine schöne kunsthandwerkliche Sammlung.

Für 15h besaßen wir Tickets für das 3D Kino "Time Elevator" Hier nahmen wir auf beweglichen Sesseln platz und innerhalb einer Stunde wurde uns auf sehr amüsante und anschauliche Art und Weise die Geschichte Roms näher gebracht.

Rom hat sogar eine kleine Pyramide!
Wir stiegen in die U-Bahn und machten einen kurzen Abstecher zu dieser. Die Cestius Pyramide entstand 12 v.Chr. und wurde von Caius Cestius in Auftrag gegeben, der großer Ägyptenliebhaber war und wie ein Pharao begraben werden wollte. Vor der Pyramide befindet sich das wuchtige, antike Stadttor "Porta San Paolo".

Nach dem Abendessen, das wir wieder in der günstigen Pizzeria im Bahnhofsviertel einnahmen, begaben wir uns auf nächtliche Fotosafari.
Zuerst fuhren wir zum Piazza del Popolo (s. 4. Tag) und bestiegen die Aussichtsterrasse. Von hier aus konnten wir tolle Fotos vom beleuchteten Petersdom (s. 2.Tag) schießen. Anschließend wollten wir mit der U-Bahn weiter zum Kolosseum (s. 3. Tag) fahren. Als wir aber bei der Metrostation ankamen, war bereits alles geschlossen (es war ca. 21 h !) Nach einiger Zeit fanden wir jedoch glücklicherweise eine Busstation, wo wir auch erfuhren, dass nur die Metro Linie A wegen Bauarbeiten eingestellt war.
Unser Bus brachte uns schließlich zum Bahnhof Termini, wo wir in einen anderen Bus Richtung Piazza Venezia (s. 4. Tag) umstiegen. Hier wollten wir auf das Monument steigen, das allerdings auch nicht zugänglich war.
So wanderten wir auf den Kapitolsplatz (siehe. 3. Tag) und weiter zum Kolosseum.

Somit endete unser letzter Abend in der ewigen Stadt.


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