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Tag 6 - 16.8.2006 - Palazzo Brancaccio - Kirche Santa Maria Maggiore - Mosesbrunnen - Piazza della Repubblica - Museo Nazionale (Aula Ottagona) - Stadtrundfahrt - Heimreise

Nun war also schon unser letzter Tag angebrochen.
Nachdem wir uns über die Hotelrechnung geärgert hatten - man hatte uns ein Cola aus der Minibar angerechnet, dass wir ganz sicher nicht getrunken hatten- verließen wir das Hotel.
Wir wollten einen kleineren Rundgang um das Bahnhofsviertel machen, denn unser Gepäck konnten wir einstweilen im Hotel zurücklassen.

Zuerst besuchten wir den Palazzo Brancaccio. Hier ist das Museum für Kunst aus dem Nahen und Fernen Osten untergebracht. Leider ist die sehr interessante Sammlung, die hauptsächlich aus Kultgegenständen der verschiedensten Epochen und Länder besteht, nicht besonders gut aufbereitet. Beispielsweise finden sich Exponate aus Pakistan gleich neben Kultgegenständen aus dem Iran, auch Beschriftungen sind nur in italienischer Sprache vorhanden und eher dürftig ausgefallen.
Besonders unpassend fanden wir eine Fotoausstellung über Tokio des 19 Jhs, die gänzlich unmotiviert inmitten der orientalischen Exponate untergebracht war.

Der nächste Stopp unseres Rundganges war die Kirche Santa Maria Maggiore auf dem Esquilin-Hügel. Diese punkvoll ausgestattete Marienkirche wurde im 5 Jh auf den Ruinen eines römischen Bauwerks errichtet. Heute zählt sie als eine der 4 Mutterkirchen der Christenheit. Besonders schön ist die Kassettendecke, von der es heißt, sie wurde bereits mit dem ersten Gold, das von Amerika nach Europa gelangte, verziert.
Direkt neben der Kirche befindet sich doch tatsächlich ein großer Supermarkt. Bis zum letzten Tag hatten wir also gebraucht, um dieses - für Touristen so wichtige Bauwerk - zu finden!

Anschließend gingen wir beim Mosesbrunnen aus dem 16 Jh vorbei, der zur damaligen Zeit für die Römer einen großen Skandal darstellte. Der Künstler Prospero Antichi hatte sich doch tatsächlich mit den Proportionen der Mosesstatue verschätzt! Angeblich brach die Bevölkerung bei der Enthüllung der Statue in lautes Gelächter aus. Nachträgliche Veränderungen ließ der verärgerte Bauherr, Papst Sixtus V. nicht zu, sodass sich der arme Künstler bald darauf aus Schmach das Leben nahm.

Vor dem Bahnhofsgebäude liegt der Piazza della Repubblica in dessen Mitte sich der Najadenbrunnen mit Bronzestatuen befindet. Gleich daneben stehen die Reste der Diokletians-Thermen, die im Jahr 306 n.Chr. eröffnet wurden. Sie waren nicht so groß wie die Caracalla Thermen, boten jedoch ausreichend Platz für 3500 Gäste. Im 16Jh entstand in einem der bereits seit Jahrhunderten leerstehenden Badesäle die Kirche Santa Maria degli Angeli.

Außerdem befindet sich am Piazza della Repubblica ein Teil des römischen Nationalmuseums. Seit 1995 beherbergt der Palazzo Massimo alle Terme eine großartige antike Kunstsammlung. Bildhauerische Meisterwerke und herrliche Mosaike und Fresken aus der Römerzeit ließen uns staunen.
Die berühmteste Skulptur des Museums ist zweifellos der "Diskuswerfer". Diese Statue aus dem 2 Jh. n.Chr wurde von zahlreichen Dichtern als perfekte Darstellung eines menschlichen Körpers in Bewegung gerühmt.

Nach diesem tollen Abstecher in die Vergangenheit widmeten wir uns wieder dem Rom der Gegenwart.
Am Bahnhofsplatz kauften wir uns Tickets für eine Stadtrundfahrt mit dem roten "110 open" Bus. Zehn Minuten später ging es bereits los. Innerhalb von eineinhalb Stunden führte uns der Bus rund um die Highlights der Stadt. Bei dieser Stadtrundfahrt kann man an verschiedenen Stationen beliebig aus- und zusteigen.
Wir fuhren als Abschluss unserer schönen Reise die komplette Runde mit und verabschiedeten uns somit von der ewigen Stadt Rom.

Nach einer Jause und einem großen Eisbecher holten wir schließlich unser Gepäck vom Hotel ab und begaben uns zurück zum Bahnhof. Der Bahnsteig zum Zug "Leonardo Express" schien auch diesmal endlos lang zu sein.
Der Blick aus dem Zugfenster zeigte uns eine gleichmäßige, ebene Landschaft, die rasend an uns vorüberzog. Eine halbe Stunde später erreichten wir etwas wehmütig das Flughafengebäude.
Nach einiger Zeit des Wartens startete schließlich um 19.50h unser Flugzeug zurück nach Hause.
Wohlbehalten landeten wir um ca. 21.30h in Wien.


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