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Sechster Tag - 28.11.2009: Süden und Westen der Insel – Vallee de Mai

Gleich nach dem üppigen Frühstücksbuffet empfingen wir unseren Mietwagen. Da der Tank fast leer war, fuhren wir zuerst zur Tankstelle, die sich in der Nähe des Hafens befindet. Praslin hat nur wenige Straßen und ist sehr übersichtlich. Allerdings darf man sich vor sehr steilen, engen und noch dazu kurvenreichen Straßen nicht ängstigen. Es herrscht Linksverkehr und die Einheimischen sind zudem rasante Fahrer. Jedoch macht das auf den Seychellen beliebte „Beach-Hopping“ auf diese Weise besonders viel Spaß, denn jeder der unzähligen Traumstrände bietet sich zumindest zu einem Fotostopp an.
Nachdem unser Auto voll getankt war, machten wir uns auf, den Osten der Insel zu erkunden. Vom Hafen – dem Jetty – führt eine kurvige Straße mit 30% Steigung bergauf, um anschließend in der Anse Marie Louise wieder auf Meereshöhe anzukommen. Hier machten wir unseren ersten Halt und ein „Palmenfotoshooting“, was auf den Seychellen eigentlich ein Muss ist. Jedoch ist es gar nicht so einfach, die hohen Bäume gut und im rechten Licht zu verewigen.
Daraufhin –mit vielen Fotos mehr – fuhren wir weiter, vorbei an mehreren Buchten, die ausnahmslos alle das Prädikat „sehr sehenswert“ verdienen. Wir umrundeten die Südspitze der Insel und hielten kurze Zeit später am Anse St. Sauveur. Hier genehmigten wir uns den ersten Badestopp des Tages; außer uns waren nur ein paar Fischer am Strand, die ihrer Arbeit nachgingen. Hier ging es genauso beschaulich wie auf La Digue zu. Allerdings fuhr gleich darauf ein Linienbus vorbei, der uns den Vergleich mit dem ländlichen La Digue sofort vergessen ließ.
Nach einer ausgiebigen Rast folgten wir der Küstenstraße weiter Richtung Westen. Linker Hand öffneten sich hinter jeder Kurve bezaubernde Blicke aufs Meer.
Schließlich gelangten wir ins touristische Zentrum der Insel, dem Grand’Anse. In dieser Bucht befinden sich die meisten Unterkünfte der Insel. Allerdings ist auch hier glücklicherweise nirgendwo Massentourismus zu finden.
Im kleinen Ortskern konnten wir uns mit Wasser und vom Geldautomaten mit weiterem Bargeld eindecken.
Auf den Seychellen wird mit Rupien bezahlt, 1 Euro entsprach bei unserem Aufenthalt ca. 16 Rupien. Eintrittspreise kann man jedoch meistens genauso mit Euro bzw. Dollar bezahlen.
Circa 3 km nördlich liegt der Inselflughafen – und ganz wichtig – die einzige Ampel der Insel. Falls die Ampel rot ist, sollte man acht geben, denn dann wird gleich eine Propellermaschine landen oder starten.
Das kleine Rollfeld hinter uns lassend, führte unser Weg weiter nach Norden. Einen weiteren Zwischenstopp legten wir am Anse Kerlan ein. Von hier aus konnten wir einen schönen Blick auf die Nachbarinseln Cousin und Cousine genießen.
Nach dieser Bucht führt die Straße weiter ins Landesinnere, man kann aber nicht mehr weit fahren, denn plötzlich befindet man sich vor den geschlossenen Toren des Luxushotels Lemuria Resort.
Zu den Top-Tipps auf Praslin zählt auf jeden Fall der UNESCO Welterbe Park Vallee de Mai. Noch vor etwa 40 Jahren war das Tal im Landesinneren völlig unberührt und mit undurchdringlichem Urwald bedeckt. Auch heute noch besticht die Landschaft mit ihrer artenreichen Flora – unter anderem wachsen hier 6 verschiedene, auf der Welt einzigartige Palmenarten. Einmalig sind wohl auch die Meereskokosnüsse – Coco de Mer - , denen wegen der Ähnlichkeit ihrer Früchte mit einem weiblichen Becken einst aphrodisierende Wirkung zugesprochen wurde.
Der Mythos wurde anno dazumal noch verstärkt, als man die männliche Pflanze entdeckte, deren Blütenstände phallisch geformt sind. Mehr als 5000 Exemplare dieser sagenumwobenen Palme gedeihen im Vallee de Mai, manche davon bewachen das Tal schon seit 800 bis 1000 Jahren.
Auf gut angelegten Pfaden kann man hier den Dschungel hautnah erleben und die prächtigen Palmen bewundern. Das Blätterwerk ist so groß und dicht, dass wir zwar den plötzlich einsetzenden Regen hörten, jedoch keinen einzigen Tropfen abbekamen. Es gibt mehrere Rundwege durch den Park, am höchsten Punkt des Trails ist ein kleiner Unterstand aufgebaut worden, von dem aus man einen schönen Blick über das Landesinnere bis hin zum Meer genießen kann. Einige besonders vorwitzige Vögel warten hier stets auf Futter, scheinbar erfolgreich, denn unter ihrem Federkleid sind sie bereits kugelrund.
Nachdem wir den interessanten Park ausgiebig bewundert hatten, ging unsere Fahrt zurück übers Landesinnere an die Südostküste.
Den ersten Stopp machten wir am Anse Madge, der sich in der Hafenbucht Baie St Anne befindet. Dies ist anscheinend ein beliebter Picknick Strand, denn Feuerstellen sind hier einige zu finden.
Wir folgten der engen Straße weiter über einen Hügel zum nächsten Strand, dem Anse La Blague.
Er ist sehr ruhig im äußersten Osten der Insel gelegen, Hotels gibt es weit und breit nicht. Nur ein paar Krabben lugen verstohlen aus ihren Sandlöchern hervor und verschwinden bei der kleinsten Bewegung sofort in ihrer Höhle. Die einzigen Fußspuren, die wir im goldenen Sand erkennen konnten, waren unsere eigenen.
Da es schon später Nachmittag war, kehrten wir zurück in unser Hotel und entspannten vor dem Abendessen noch ein wenig im Wasser.


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