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Elfter Tag - 3.12.2009: Westen der Insel Mahe – Mission Lodge - Victoria

Auch heute Morgen erfreuten wir uns an dem herrlichen Panoramaausblick von unserem Bungalow. Außerdem lachte die Sonne einladend auf uns herab, sodass wir bald nach dem Frühstück Richtung Norden losfuhren.
Nach der großen Bucht Anse a la Mouche schlängelt sich die Küstenstraße in die bezaubernde Anse Louis Bai. Hier machten wir einen Fotostopp und bewunderten die bizarren Felsstücke, die zwischen Urwalddickicht wie eine Festung in den Himmel ragen.
Am anderen Ende der Bucht schmiegt sich das Luxushotel Maia Resort mit seinen vielen Bungalows in den Hang.
Schließlich folgten wir weiter der Straße, die sich nun langsam von der Küste entfernte. Kurz vor der Ortschaft Grand’ Anse zweigt rechter Hand ein kleiner Rundwanderweg ab, der Vacoa Nature Trail. Parkmöglichkeiten sind vorhanden, sodass wir bequem das Auto stehen lassen konnten. Der Pfad führt durch dichte Urwaldvegetation mit Mangroven und verschiedenen Palmenarten, man passiert außerdem mehrere Granitfelsen und quert den Dauban Bach. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit ist der sonst anspruchslose und gut markierte Spazierweg eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit. Bleibt man jedoch länger stehen, freuen sich schon unzählige Mücken auf eine gute Mahlzeit.
In Grand Anse erreicht die Küstenstraße wieder das Meer, wir hielten am gleichnamigen Strand und machten einen kleinen Spaziergang. Der kilometerlange unverbaute Grand Anse scheint kein Ende zu nehmen – soweit das Auge reicht golden schimmernder Sand und türkisblaues Meer eingerahmt von dichter Pflanzenwelt. Was kann man sich schöneres vorstellen?
Das nächste Dorf hinter Grand Anse ist Port Glaud. Von hier aus kann man einen schönen Ausblick auf das kleine Inselchen L’Islette und die dahinter liegende Ile Therese werfen.
Im äußersten Nordwesten von Mahe wurden zwei Meeresnationalparks geschaffen, der Port Launey und der Baie Ternay Park.
Zuerst erreicht man auf der immer schmaler werdenden Küstenstraße den Port Launey Park, die ganze Bucht ist einfach atemberaubend und lädt zum langen Verweilen ein.
Es ist absolut unmöglich hier einem Bad zu widerstehen! Nach einer erfrischenden Abkühlung beobachteten wir eine Schulklasse, die sichtlich großen Spaß im Wasser hatte. Die Lehrerinnen bereiteten mittlerweile das Barbecue fürs Mittagessen vor. So einen paradiesischen Schultag hätte ich auch gerne einmal gehabt.
Leider ist die Straße zum Baie Ternay Park abgesperrt, man kann diesen Strand lediglich per Boot erreichen.
Daher kehrten wir um und folgten den Wegweisern zum Sauzier Wasserfall bei der Kirche von Port Glaud. Als die Gasse sehr eng wurde, ließen wir das Auto stehen und wanderten den schmalen Weg bergauf. Im Eingangsbereich des versteckten Wasserfalls steht eine kleine Hütte, dort trägt man sich in ein Gästebuch und bezahlt einen kleinen Obolus.
Nun geht es ein Stück durch dichte Vegetation bergab, und bald schon hört man das sanfte Murmeln des Wassers. Plötzlich betritt man ein kleines Granitplateau und steht vor einer meterhohen Wasserkaskade, die in ein von tropischem Regenwald eingerahmtes Becken fließt. Natürlich ließen wir uns auch hier einen Sprung ins kalte Nass nicht entgehen. Das Wasser war angenehm kühl, und wir erfreuten uns an der friedlichen Atmosphäre des Ortes. Während wir das grüne Blätterdickicht betrachteten, sonnte sich ein Krebs neben uns. Wir waren ihm aber anscheinend nicht geheuer, denn er verschwand bald wieder im dunklen Wasser.
Nach einer längeren Pause machten wir uns auf den Rückweg, vorbei an einigen Mangroven und begleitet vom lauten Gezwitscher der Vögel.
Unsere nächste Etappe führte über den Morne Blanc Pass. Diese steile Serpentinenstraße mit dem Namen Sans Souci Road quert die Insel von West nach Ost und führt mitten durch den Morne Seychellois National Park, dem größten Naturschutzgebiet der Seychellen.
An den steilen Berghängen auf etwa 400 Meter Seehöhe gedeiht bei idealen Temperaturen und relativ häufigen Niederschlägen biologischer Tee, der seit 1962 in der Fabrik nahe der Passhöhe verarbeitet wird. Hier legten wir eine weitere Rast ein und kosteten in der Gaststube der Plantage den ausgezeichneten Schwarztee. Nachdem wir auch für zu Hause einige Packungen mit Orangen-, Citronella- und Minzgeschmack erworben hatten, folgten wir 2 Kilometer weiter der Passstraße. Linker Hand zweigte nun eine Gasse ab, die zur Mission Viewing Lodge führte. Im Geäst sind einige Mauerreste zu erkennen, die einst zu einem Schulhaus für befreite Sklavenkinder gehörten. Am höchsten Punkt der Mission Lodge wurde ein Holzunterstand mit Bänken errichtet, von denen man einen überwältigenden Ausblick auf die grünen Berge und den azurblauen Ozean genießen kann.
Wie klein und sinnlos plötzlich alle Alltagssorgen an so einem herrlichen Ort werden!
Die Sans Souci Road mündet auf der Ostseite der Insel direkt in die Hauptstadt Victoria. Sie ist die einzige Stadt der Seychellen und das kulturelle und behördliche Zentrum der Inseln. Sogar eine Ampel gibt es hier um den Verkehr auf den engen Straßen, die anscheinend nie für so viel Verkehr geplant waren, zu regeln.
Den Stadtkern bildet ein Miniaturuhrturm, der Clock Tower. Er wurde 1903 nach englischem Vorbild aufgestellt und dient heute als Mittelpunkt eines Kreisverkehrs. Von hier aus starteten wir unseren Rundgang durch Victoria. Wir passierten einige Kirchen, einen farbenprächtigen hinduistischen Tempel und eine kleine Moschee nebenan – die Religionen vertragen sich anscheinend wunderbar.
In einer schön restaurierten Kolonialvilla, dem Kenwyn House werden Souvenirs verkauft. Folgt man der Straße weiter, gelangt man schließlich zum Botanischen Garten der Stadt.
In dieser lieblich angelegten Anlage (Eintritt ca 5 EUR) lässt es sich nach Herzenslust flanieren, besonders beliebt scheint der Park bei Verliebten zu sein.
Hier findet man auf etwa 6 Hektar alle Pflanzen der Seychellen, vor allem auch einige riesige Meereskokosnusspalmen. Besonders interessant sind auch die vielen Flughunde, die sich in den Baumwipfeln tummeln und kopfüber in den Bäumen schlummern.
Unbedingt sollte man Mückenschutzmittel in seinem Reisegepäck haben, denn Schwärme von Blutsaugern halten sich gerne bei den Wasserläufen des Parks auf.
Um 18h schloss die Parkanlage und wir schlenderten zurück zum Auto, vorher deckten wir uns noch in einem Supermarkt mit reichlich Wasser ein.
Das Nachtmahl ließen wir uns wieder im Hotel schmecken und verbrachten den weiteren Abend am Balkon unseres Bungalows.


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