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Fünfter Tag - 27.2.2007 - Mittlerer Atlas – Sanddünen von Merzouga - Erfoud

Heute sollten wir das Mittlere Atlas Gebirge überqueren, um in den Süden des Landes zu gelangen.
Circa 60 km südlich von Fes – nach einigen Steigungen – erreichten wir schließlich unseren ersten Zwischenstopp – und zwar Ifrane.
Hier hatten wir das Gefühl, Marokko verlassen zu haben und irgendwo in den Voralpen gelandet zu sein, denn die Häuser haben alle –ganz untypisch für Marokko - rote Ziegeldächer. Außerdem ist das Städtchen inmitten eines Zedernwaldes gelegen.
Ifrane liegt auf ca. 1650m und ist der exklusivste Wintersportort Marokkos. Ende Februar gab es allerdings auch hier nur noch vereinzelte Schneefelder.

Unsere Reise führte uns nun weiter über eine karge Hochfläche zum Bergbaustädtchen Midelt und weiter bis zum Pass Tiz-n.Talrhemt, der mit 1907 Meter der höchste Punkt des heutigen Reiseverlaufes darstellte.
Die kahle, unwirtlich scheinende Hochebene gewährte uns immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die in der Ferne weiß glitzernde Gebirgskette des Hohen Atlas.

Schließlich gelangten wir in den spärlich bewachsenen und eher traditionellen Süden des Landes, der vor allem durch seine wüstenartige Landschaft und seine großen, grünen Oasen besticht.
Er steht damit im kompletten Gegensatz zum grünen und westlich anmutenden Norden Marokkos.

Unsere ersten Eindrücke konnten wir im Tafilalet sammeln. Dieses gewaltige Oasengebiet nimmt eine Fläche von 1400 km2 ein und liegt zwischen den beiden Flüssen Oued Ziz und Oued Rheris. Hier werden vorwiegend Dattelpalmen angebaut, jedoch auch Getreide, Gemüse, Tabak usw.
Inmitten dieses Palmenhains befindet sich die „Blaue Quelle von Meski“. Das Wasser dieser Quelle wurde seinerzeit von den Franzosen in mehreren Becken gesammelt, um als Schwimmbad mitten in der Wüste zu dienen. Heute gibt es hier einen schönen Aussichtspunkt und für Abenteuerlustige einen kleinen Campingplatz, der meiner Meinung nach nicht sehr vertrauenserweckend zu sein scheint.

Am späteren Nachmittag sollten wir ein weiteres Highlight der Reise erleben und zwar einen Ausflug mit Geländewagen in die Wüste.
Jeweils zu fünft wurden wir in die Autos gepackt und mit hochgekrempelten Ärmeln und heruntergekurbelten Fenstern starteten wir unsere Wüstensafari von der Stadt Erfoud aus.
Nun ging es ca. 50km über Stock und Stein in die Nähe des Dorfes Merzouga. Dort – am Rande der Sahara- stiegen wir aus und entschieden uns, über die rot leuchtenden Ausläufer der Sanddünen zu wandern. Es hätte auch die (teurere) Möglichkeit gegeben, die Wüste auf einem Kamelrücken zu erkunden.
Die höchste Düne Marokkos ist der Erg Chebbi mit 150m Höhe und mehreren Kilometern Breite.
Es ist schon ein eigenes Gefühl, über meterhohen Sand zu stapfen. Immer wieder sinkt man ein oder rutscht rückwärts und blickt neiderfüllt auf wuselnde Käfer, die keine Schwierigkeiten mit dem Untergrund zu haben scheinen.
Von zwei Berbern begleitet, die uns unbedingt ihre Produkte verkaufen wollten, ließen wir uns schließlich auf einer Düne nieder, um den malerischen Sonnenuntergang zu erleben.
Scheinbar jede Minute änderten sich die Farben des Sandes rings um uns, von ockerbraun bis zu tiefrot konnten wir ein prächtiges, romantisches Farbenspiel beobachten. Immer tiefer sank die orangefarbene Sonnenkugel herab, bis sie schließlich komplett hinter einer Düne verschwand.
Tief beeindruckt kehrten wir schließlich, bei merkbar kühlerer Temperatur, zu den Geländeautos zurück, die uns zum Hotel in Erfoud zurück brachten.

Beim Abendessen ließen wir nochmals den Tag Revue passieren und begaben uns schließlich zu Bett.


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