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Zehnter Tag - 4.3.2007 - Marrakesch - Essaouira

Ein letztes absolutes Highlight von Marrakesch ist der kleine Majorelle Garten.
Dieser traumhafte botanische Garten, der meiner Meinung nach der schönste Ort Marrakeschs ist, wurde vom französischen Maler Jacques Majorelle in den 20er Jahren des 20 Jhs angelegt.
Heute gehört er dem Designer Yves Saint-Laurent, der ihn auch öffentlich zugänglich gemacht hat.
Die dominierende Farbe der Gartengestaltung ist Blau, welche immer wieder zwischen Bambushainen, mächtigen Palmen, zahlreichen Kakteen und den bunten Farbtupfern der blühenden Blumen hervorsticht.
Inmitten der üppigen Pflanzenpracht liegt das kleine Museum für islamische Kunst, welches wir ebenfalls kurz besichtigten. Die angenehme, ruhige Atmosphäre des Gartens lädt zum Verweilen und Träumen ein, auch das Herz jedes Fotografen schlägt hier sicherlich höher.

Leider mussten wir bald wieder weiter, denn der Weg zu unserem Tagesziel Essaouira war noch weit.
Durch die äußerst karge und eintönige Haouz-Ebene mit ihren Arganienbäumen – die ausschließlich hier vorkommen - gelangten wir schließlich wieder zum Atlantik.
Der Arganienbaum ist wohl Marokkos berühmtester und zugleich seltenster Baum. Die Früchte des 4-6 m hohen, knorrigen, eher unscheinbaren Laubbaums ähneln Oliven und dienen den Ziegen, die auf seinen Ästen herumklettern, als Nahrungsergänzung.
Durch Zermalen und Pressen der Kerne erhält man ein Öl, welches als marokkanische Spezialität gilt und nicht nur für die Nahrungszubereitung, sondern auch gerne zur Körperpflege verwendet wird.

Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Essaouria, wo wir zuerst eine lange Mittagspause in einem Hafenlokal einlegten.
Die äußerst malerische blau-weiße Stadt am Atlantik zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und zieht wahrscheinlich jedermann in seinen Bann.
Ihre Geschichte reicht bis zu den Phöniziern zurück, die bereits im 7Jh hier sesshaft wurden. In römischer Zeit lag im Stadtgebiet eine große Purpurmanufaktur, sogar Rom wurde von hier aus mit dem begehrten Farbstoff beliefert.
Im 14 Jh siedelten sich Portugiesen an, die einen Hafen und die Festungsanlagen der Stadt errichteten. Später wurde Essaouira auch für die Europäer bedeutendes Handelszentrum und diente als Vorposten zur Sahara. Zahlreiche – vor allem jüdische Händler – siedelten sich an und verhalfen der Stadt zu ihrer Blüte. Mitte des 20 Jhs ließen sich viele Künstler und Aussteiger hier nieder. Auch heute noch ist dieser unvergleichliche Flair, der von einer unbekümmerten, offenen Lebensweise zeugt, in jeder Gasse zu spüren. In den zahlreichen Kunstgalerien und kleinen Cafes kann man den Charme der Stadt voll auskosten. Hier würde es sich für mehrere Tage aushalten lassen!
Unser großer Stadtrundgang führte uns vom Hafen, mit seinen wuchtigen Festungsanlagen, in die Altstadt, zum jüdischen Viertel Mellah und anschließend in den Souk. Dieser liegt - ganz untypisch für Marokko – nicht in einem verwinkelten Gassengewirr, sondern erstreckt sich überschaubar über mehrere, schnurgerade Straßen und Gassen. .
Überhaupt weißt die ganze Medina einen regelmäßigen Grundriss mit gerade verlaufenden, sich rechtwinkelig kreuzenden Straßen auf.
Berühmt ist Essaouira auch wegen der dort hergestellten Holzeinlegearbeiten. Die filigranen, wunderbaren Intarsienarbeiten werden zu Tischplatten, Schmuckkästchen, Stühlen, Spiegelrahmen etc. verarbeitet. Es war nicht einfach, hier zu widerstehen!

Besonders begeistert waren wir von unserem Hotel, einem umgebauten Kaufmannspalast, dem Riad Al Madina.
Unser Zimmer in diesem herrlichen Palast, der sich mitten im Zentrum der Stadt befindet, erstreckte sich über zwei Stockwerke. Im kleinen, liebevoll gestalteten Innenhof konnten wir bei Vogelgezwitscher und Pfefferminztee so richtig gemütlich den Tag Revue passieren lassen.
Auch der Speisesaal – mit seiner rustikalen Einrichtung – begeisterte uns, sodass wir unsere letzte Nacht im bezaubernden Marokko äußerst genossen.


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