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Elfter und zwölfter Tag - 6.3.2007 und 7.3.2007 - Safi – El-Jadida – Casablanca - Heimreise

Nun war leider schon unser letzter Tag angebrochen. Mit äußerst vielseitigen Eindrücken und Erinnerungen begaben wir uns heute zur letzten Etappe unserer knapp 2-wöchigen Reise durch das abwechslungsreiche Marokko.
Unsere Fahrtstrecke führte entlang des wilden Meeres bis retour nach Casablanca, wo die Reise begonnen hatte.
Von dort sollte um etwa Mitternacht unser Flug zurück nach Frankfurt starten und am morgigen Vormittag der Weiterflug nach Wien.
Glücklicherweise hatten wir gut geschlafen, denn eine lange Nacht wartete nun auf uns.

Zuerst allerdings besuchten wir die Stadt Safi. Diese Industriestadt an einer felsigen Küste vom Atlantik umtost, ist ein wichtiges Handelszentrum für Phospat und der Textilindustrie. Auch große Lebensmittelfabriken (wie Fisch, Gemüse, Obst etc) sind hier ansässig.
Außerdem ist Safi ein bedeutendes Töpfereizentrum, das große Teile Marokkos mit Töpferwaren versorgt. In der das Stadtzentrum beherrschenden Burganlage aus dem 16Jh ist heute das Nationalmuseum für Keramik untergebracht.
Bei einem kleinen Spaziergang durch den Stadtkern konnten wir die in der Sonne trocknenden Produkte sehen und natürlich im nahe gelegenen Marktgebiet die fertigen Töpferwaren auch erwerben.

Inmitten des Zentrums liegt ein kleiner Friedhof mit einem weißen, kubischen Grabmal.
Diese für Marokko charakteristischen Bauten bezeichnen Gräber von als heilig und wundertätig angesehenen Menschen. Viele Marokkaner pilgern auch heute noch zu diesen Ruhestätten, sprechen Gebete und richten Wünsche an den Verstorbenen. Als Nationalheiliger gilt beispielsweise Moulay Idriss, der Gründer des ersten marokkanischen Staates (siehe 3. Tag).

Entlang der anmutigen Küstenlinie ging es schließlich weiter nach El-Jadida.
Die Phönizier siedelten hier zuerst, dann kamen die Portugiesen, deren Erbe noch heute in den wuchtigen Befestigungsanlagen lebendig ist.
1769 wurden sie schließlich gewaltsam vertrieben, töteten aber dabei viele marokkanische Soldaten, sodass die Einheimischen die Stadt aus Angst lange Zeit mieden.
Erst 1815 setzte der Wiederaufbau des verfallenen Ortes ein, auch die Befestigungsanlagen wurden renoviert. Ihre Blüte erlebte El-Jadida allerdings erst in der französischen Protektoratszeit.

Für uns Touristen ist vor allem das portugiesische Erbe sehr sehenswert, welches heute zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Die meisten Häuser sind weiß gekalkt und ducken sich innerhalb der mächtigen Festungsmauern, auf denen wir spazierten. Die Wehrmauer fällt teilweise senkrecht bis zum Meer hin ab und scheint allen Widrigkeiten zu trotzen.
Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist sicherlich die portugiesische Zisterne aus dem Jahre 1541. Dieser geräumige, unterirdische Raum mit seiner gewölbten Decke wird von 25 Säulen getragen und diente höchstwahrscheinlich als Lagerraum oder als Zufluchtsstätte. Bis zum heutigen Tag ist seine Funktion nicht vollständig geklärt, allerdings wird ausgeschlossen, dass es sich um eine Zisterne handelte.

Nach dem Besuch dieser interessanten Stadt ging unsere Reise endgültig dem Ende zu.
In rascher Fahrt (unser Buschauffeur war zu schnell unterwegs und kassierte dafür zu recht einen Strafzettel!) erreichten wir schließlich wieder Casablanca.
Dort aßen wir zu Abend und sprachen über unsere reichhaltigen Impressionen und Erlebnisse der Reise in diesem vielschichtigen, interessanten Land.
Als Abschluss wollten wir noch auf den Spuren des Films Casablanca wandeln und suchten Rick’s Cafe. Dies stellte sich allerdings als gar nicht einfach heraus, denn unsere Reiseleiterin dachte, das besagte Cafe aus dem Film wäre im Hyatt Hotel. Als wir dort alle 15 hineinstürmten, wurden wir komisch angesehen und ins Hafenviertel verwiesen. Schließlich fanden wir es doch noch und die meisten Reiseteilnehmer (wir nicht) genehmigten sich einen Abschiedscocktail.

Anschließend wurden wir auf den Flughafen gebracht und erwarteten unseren späten Flug nach Frankfurt, der ohne nennenswerte Vorkommnisse verlief.
Am nächsten Vormittag erreichten wir schließlich wohlbehalten Wien.


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