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4. Tag - 2.9.2005: ganztägige Wanderung im Jiuzhaigou Park

Nach einem weiteren furchtbar schmeckenden Frühstück verließen wir das Hotel um 8h.
Eine kurze Busfahrt führte uns zum Eingang des Jiuzhaigou Parkes.

Der inmitten einer grandiosen Bergwelt gelegene Jiuzhaigou Nationalpark (Neun Dörfer Tal) besticht durch seine zahllosen Seen, die sich terrassenförmig entlang eines Y-förmigen Taleinschnittes wie Perlen an einer Schnur aufreihen.
Jeder der angeblich 118 Seen scheint im Sonnenlicht eine andere Farbe zu haben und schimmert wie ein wertvoller Edelstein.
Aus den Seen ergießen sich mächtige Wasserfälle, die wiederum in weitere Wasserbecken stürzen und somit neue Seen bilden.
Im glasklaren Wasser spiegeln sich nicht nur die umliegenden Berge, sondern man kann auch zahlreiche vom Kalk konservierte Baumstämme direkt unter der Oberfläche erkennen.

Der Name Jiuzhaigou bedeutet "Neun Dörfer Tal" und bezieht sich auf neun tibetischen Dörfer, die sich im 60000 Hektar großen Areal befinden.
Eine Legende zur Entstehungsgeschichte besagt, dass die Göttin Wunosemo von ihrem Liebsten, dem Gott Dage, einen magischen Spiegel geschenkt bekam. Der eifersüchtige Teufel stahl den Spiegel und warf ihn auf die Erde. Dabei zerbrach der Spiegel und die 118 Seen entstanden.

Wegen seiner unglaublichen Schönheit wurde das zwischen 2000 und 3000 Meter Seehöhe liegende Gebiet 1992 von der UNESCO zum "Naturerbe der Menschheit" erklärt.
Es ist touristisch sehr gut erschlossen (nur chinesische Touristen), durch den Park führen zahlreiche Holzstege und für weniger gehfreudige Besucher verkehren Nationalparkbusse.

Unsere Tageswanderung führte uns ins östliche der beiden Täler. An den beeinduckenden Farben der herrlichen Landschaft konnten wir uns einfach nicht satt sehen. Unser Weg begann bei einem der tibetischen Dörfer und führte uns zuerst bergauf, an zahlreichen tiefblauen, türkisen oder fast grauen Seen vorbei, die klingende Namen wie "Schlafender Drachen-See", "Tiger See" oder "Nashorn See" besitzen. Nach einem grandiosen Wasserfall, dem "Nuorilang Wasserfall", durchquerten wir ein Wiesenstück mit zahlreichen Blumen, wo uns auch ein Biber über den Weg lief.
Nach einer Mittagspause in einem Pavillon des Parkgebietes - mit einer morgens beim Eingang gekauften Kaltverpflegung - fuhren wir mit dem Bus weiter bergan zum "Pfeilbambus See".
Von dort führte unser Weg talwärts und bot unvergleichliche - manchmal romantische, manchmal geheimnisvolle, manchmal einfach atemberaubende - Blicke auf die Seen, die sich mit imposanten Wasserfällen abwechselten.

Als wir um 17h, nach mehr als 15 km Wanderung, wieder am Parkplatz des Eingangs ankamen, waren wir noch immer von der Schönheit der Landschaft verzaubert. Für die komplette Erkundung dieses Naturwunders hätten wir gerne noch einige Tage mehr Zeit gehabt.

Unser Abendessen fand um 18.30h statt, die Übernachtung erfolgte wieder im Hotel Jiulong.

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