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7. Tag - 5.9.2005: Tao Ping - Wolong - Chengdu

Mitten in der Nacht wurden wir äußerst unsanft aus unseren schönsten Träumen gerissen.
Nachdem wir schlaftrunken das Telefon als Unruhestifter erkannt hatten und Stefan mehr schlafend als wach den Hörer entgegennahm, flötete eine Frauenstimme durch die Leitung und bot ihm eine ganz besondere Massage an.
Natürlich hat er in seinem besten chinesisch dankend abgelehnt!
Um 6h morgens schälten wir uns schließlich aus den Federn und brachen um 7h auf.

Zuerst besuchten wir das Qiang Dorf "Tao Ping" (Pfirsich Acker).
Die Volksgruppe der Qiang, der heute noch über 200.000 Personen angehören, blickt auf eine 3000 jährige Geschichte zurück.
Das Wort Qiang bedeutet "Schäfer, die ihre Herde im Westen Chinas weiden". In der heutigen Zeit besiedeln die Qiang ein kleines Gebiet um die Stadt Wenchuan, sie leben hauptsächlich vom Ackerbau und der Viehzucht.
Die aus Stein gebauten Häuser drücken sich eng an kahle Felswände, die Gassen sind teilweise überdacht.
Mächtige Wachtürme erinnern an eine Zeit des Konflikts zwischen Han-Chinesen und Tibetern.
Bei unserem 1 1/2 stündigen Rundgang, bei dem uns leider weiterhin der Regen begleitete, schlenderten wir durch die verwinkelten Gassen, erkundeten einige Häuser, erklommen einen der Wachtürme und besuchten ein unterirdisches Kellerlabyrinth.

Um circa 14h erreichten wir nach ca. 120 Fahrtkilometern das Wolong Naturreservat. Die letzten 40 km waren beinahe unpassierbar, man könnte es am Treffendsten als "Löcher mit ein bisschen Straße" bezeichnen. Da unser Bus nicht mehr wirklich Stoßdämpfer besaß, war die Anfahrt selbst schon ein Erlebnis.
Wolong ist eine Panda Forschungs-, und Aufzuchtsstation in der derzeit circa 50 Pandabären leben.
Bei einem kleinen Rundgang - leider regnete es noch immer in Strömen - konnten wir diese putzigen Tiere beim Spielen und Fressen beobachten. Ganz süß waren die Babypandas anzuschauen, die in einer Art Brutkasten , in eine Decke eingekuschelt, friedlich schliefen.
Gar nicht losreißen konnten wir uns auch von einer Gruppe von Halbwüchsigen, die sich ununterbrochen neckten und versuchten, sich gegenseitig von ihrem Kletterbaum hinunterzustoßen.

In China soll es angeblich nur noch ca. 1000 frei lebende Pandabären geben. Zum Schutz vor Wilderern, die Pandas wegen ihrer angeblich heilkräftigen Körperteile erlegen, wurden 16 Reservate eingerichtet.

Das Gebiet Wolong besticht durch seine wunderbaren Grüntöne. Das satte Grün wird nur ab und zu von in die Tiefe rauschenden Wasserfällen unterbrochen. Die Vegetation ist sehr dicht, überall ist der Pfeilbambus, von dessen Blättern die Pandabären leben, auszumachen.
Um 19.30h kehrten wir schließlich in die Stadt Chengdu zurück. Untergebracht waren wir wieder - wie zu Beginn unserer Reise - im Hotel Lhasa.

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