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6. Tag - 4.9.2005: Songpan - Zhaga Wasserfall - Hui Dorf - Dexi-See-Maoxian

Unser Frühstück nahmen wir heute im Zimmer ein. Um 7.30h trafen wir uns bei der Hotelrezeption und machten uns fertig, Songpan zu besichtigen.

Songpan ist auf 2750 Meter gelegen und hat ca. 71.400 Einwohner, davon gehören 20% der Hui Minderheit an. Die Stadt war früher ein wichtiger Handelsposten und war daher von einer wuchtigen Stadtmauer umgeben.
Um das Geschäft mit den Touristen anzukurbeln, wird die komplette Mauer derzeit erneut aufgebaut. Wir erfuhren außerdem, dass das gesamte Stadtzentrum in den letzten Jahren vollständig abgerissen und anschließend wieder neu errichtet wurde.
Bei unserem Rundgang durch Songpan besichtigten wir unter anderem eine überdachte Brücke und eine Holzmoschee der Hui Volksgruppe, die dem Islam angehören.

Nach diesem Morgenspaziergang stiegen wir in den Bus und fuhren Richtung Zhaga Wasserfall.
Einen Zwischenstopp legten wir beim buddhistischen Gelugpa- Kloster (Gelbmützen) "Xiao Bao" ein. Die ursprüngliche Klosteranlage stammte aus dem 17 Jh. Sie wurde allerdings 1958 zerstört und 1993 auf den Grundmauern der alten Anlage wieder neu errichtet.

Bei starkem Regenfall erreichten wir schließlich den Zhaga-Wasserfall, dessen Wasser mehr als 90 Meter über mehrere Kaskaden eine Felswand hinabstürzt.
Dem rauschenden Wasser folgend, wanderten wir durch eine sehr schöne Waldlandschaft, immer wieder konnten wir Bäume entdecken, die direkt im Wasser standen. Am Fuße des Wasserfalls sollen viele Sinterbecken mit türkisblauem Wasser zu bewundern sein, leider waren die Becken durch den starken Regenfall überschwemmt.

Nach dem Mittagessen stoppten wir kurz bei einer Schnapsbrennerei, wo wir Einblick in die Herstellung des hochprozentigen Getreidegetränkes erlangten.
Glücklicherweise wurde unser Busfahrer nicht schwach, sodass wir anschließend wohlbehalten ein Hui Dorf erreichten.

Die mehr als 8,5 Mio. Hui sind Nachfahren der Moslems, die ab dem 7.Jh (teilweise mit Dschingis Khan) aus Zentralasien kamen. Im 18. und 19. Jh konnten sie ihre Religion nur im Geheimen ausüben, sodass die äußerliche Bauweise ihrer Moscheen buddhistischen und taoistischen Tempelanlagen gleicht. Es gibt keine Minarette, lediglich an arabischen Zeichen kann man diese Moscheen erkennen.
Lebensgewohnheiten und Sitten der Hui sind ebenfalls stark durch den Islam geprägt. Auch anhand der Bekleidung - Männer tragen weiße Kappen und Frauen bedecken sich mit Kopftüchern - kann man diese Minderheit zuordnen.

Da der Regen heute gar nicht aufhören wollte, hielten wir nach dem Besuch des Hui-Dorfes nur kurz beim Dexi-See an.
Im Jahre 1933 ließ hier ein gewaltiges Erdbeben einen gesamten Berg einstürzen. Der Min Fluß wurde dadurch zu einem See aufgestaut und begrub die danebenliegende Stadt Dexi komplett unter seinen Wassermassen. Heute ist er 3,5 km lang, 300 Meter breit und der tiefste Punkt liegt bei circa 80 Metern.
Neben dem Dexi-See gab es auch einen Markt anzusehen, bei dem man sich mit getrockneten Pilzen, Blumenpfeffer und diversen Kräutern und Früchten eindecken konnte.

Um 18 Uhr erreichten wir schließlich ziemlich durchnässt unser Hotel in Maoxian, das Abendessen fand um 19h statt.

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