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12. Tag - 10.9.2005: Zhangjiajie Nationalpark

Die mühsame Fahrt nach Zhangjiajie hatte sich eindeutig gelohnt.
Der Zhangjiajie Nationalpark, der im Wulingyuan Gebirge liegt, ist 370 km2 groß und besteht aus mehr als 3000 Sandstein-Felstürmen, die sich wie Säulen in den Himmel erheben.
Die eigenwilligen Felsformationen, die man mit Orgelpfeifen vergleichen könnte, sind stellenweise nur wenige Meter breit und ragen mehrere hundert Meter empor.
1990 wurde das gesamte Gebiet von der UNESCO zum Erbe der Menschheit erklärt.

Für die mehr als 100.000 (fast nur chinesischen) Besucher pro Jahr wurde ein spezielles Eintrittsystem entwickelt und zwar bekommt man eine Chipkarte ausgehändigt, die nur gemeinsam mit einem zuvor elektronisch abgenommenen Fingerabdruck Zutritt ermöglicht.
Außerdem ist im gesamten Naturreservat die Zufahrt für Pkws verboten, es verkehren eigene Nationalparkbusse.

Um diese grandiose Landschaft eingehend betrachten zu können, verließen wir bereits um 8h das Hotel.
Zuerst begaben wir uns zu einer Seilbahnstation, die uns auf das Felsenplateau brachte. Von hier aus begannen wir unsere Tageswanderung bei herrlichem Sonnenschein.
Zuerst spazierten wir zu einigen Aussichtspunkten, wo wir fantastische Ausblicke über die Felsnadeln genossen.
Dann stiegen wir in einen der Nationalparkbusse und fuhren entlang der Hochfläche zu weiteren interessanten Aussichtspunkten.
Jede Kurve bescherte uns neue, faszinierende Ausblicke über den Wald aus Sandstein.

Nach der Mittagspause führte uns unser Streifzug zur eindrucksvollen "Xian Ren" Brücke, der höchsten Naturbrücke der Welt. Natürlich überquerten wir sie und wagten auch einen Blick hinunter.
Am Brückengeländer sind unzählig viele Schlösser befestigt, die Paare als Symbol ihrer Liebe anbringen und anschließend den Schlüssel in die Tiefe werfen.

Von hier aus wanderten wir direkt an der Abbruchkante weiter und waren gebannt von der wilden Schönheit der Landschaft. Nach unzählig vielen Fotostopps gelangten wir schließlich zum Ende des Panoramaweges und hatten nun mehr als 2500 Stufen ins 380 Meter tiefer liegende Tal zu bewältigen.
Der ziemlich anstrengende Abstieg endete beim Pfirsich-Blüten-Fluß, dem wir anschließend flussabwärts bis zu einer Busstation folgten.

Um ca. 17. 30 h erreichten wir schließlich müde, aber glücklich unser Hotel.
An das Abendessen erinnere ich mich nur sehr ungern, wir nahmen es im Freien, in einer Art Marktviertel ein. Es gab weder Küche noch Speisekarte, alles vorhandene Gemüse wurde auf einer Holztheke ausgestellt, die (noch) lebenden Zutaten, wie Ratte, Huhn, Biber, Fasan, Kröte, Fisch ,Aal, Hase etc. waren in kleinsten Käfigen bzw. Bottichen, inmitten des Gemüses untergebracht. Hatte man sich für eines dieser armen Tiere entschieden, wurde ihm sogleich der Garaus gemacht und es landete flugs - samt dem Gemüse - im danebenstehenden Wok-Topf.
Da ich auch nicht unbedingt schwarze, faulige Eiermasse zu meinen Lieblingsspeisen zähle, wurde ich diesen Abend, wie auch manche andere Tage, nicht satt!

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