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18. Tag - 16.9.2005: Fahrt zum Lehmwald Tu-Lin

Frühmorgens erreichten wir die Stadt Kunming. Sie wird dank ihres milden Klimas auch die "Stadt des ewigen Frühlings" genannt. Bereits vor 2000 Jahren war Kunming besiedelt, heute leben in ihrem Großraum fast 4 Mio. Menschen.
In den letzten Jahren wurde der Altstadtkern komplett zerstört und es entstanden stattdessen riesige Hochhauskomplexe und moderne Shoppingtempel.

Vom Bahnhof holte uns ein Bus ab, der uns nach dem herrlich westlichem Frühstück in einem Hotel, zum fast 200 km nördlich von Kunming gelegenen Lehmwald in die Ortschaft Yuanmou brachte.
Unsere Fahrt dorthin dauerte wegen den schlechten Straßenverhältnissen mehr als einen halben Tag. Die Landschaft entlang der Strecke ist sehr abwechslungsreich, der höchste Punkt, den wir passierten, lag auf 2535 Metern.
Glücklicherweise lachte auch heute wieder die Sonne, sodass wir einige Fotostopps -auch zum Füße vertreten- einlegen konnten.

Nachmittags erreichten wir schließlich unser Ziel, den "Tu-Lin" (Erd- bzw. Lehmwald).
Diesen äußerst faszinierenden Canyon, der durch seine karge Landschaft mit bizarren rötlichen Lehmformationen jeden von unserer Reisegruppe betörte und zu erstaunten Ausrufen verleitete, durchstreiften wir am späten Nachmittag bei schönsten Lichtverhältnissen.
Der Tu-Lin ist touristisch überhaupt nicht erschlossen, es gibt nur ein Hotel und ein einziges Restaurant, die Erwanderung dieser fantastischen Naturlandschaft ist daher ein richtiger Genuss.
Zuerst stiegen wir auf einer Art Feldweg auf das Plateau hinauf und wanderten an der Steilkante entlang, mit traumhaften Ausblicken über schroffe Taleinschnitte, zahllose fast 40 Meter hohe Lehmtürme und festungsartige Gebilde.
Anschließend wagten wir den Abstieg in eines dieser ockerfarbenen Täler, sogar eine leichte Kletterpartie hatten wir hierzu zu bewältigen.
Auf unserem Weg hinunter konnten wir eine weitere Besonderheit des Lehmwaldes, nämlich unzählige versteinerte Holzstückchen, entdecken. Sogar ganze fossile Baumstämme ragten unvermittelt aus dem Lehm hervor.
Glücklicherweise ist das Ausführen dieses versteinerten Holzes nicht verboten, sodass wir nicht widerstehen konnten, zwei dieser Bruchstückchen einzupacken.

Abends erreichten wir schließlich zu Fuß unser Hotel Tulin, welches mitten im Lehmwald gelegen ist.
Die Zimmer sind sehr einfach möbliert, unser kleiderschrankgroßes WC bestand aus einem Loch im Boden, über dem sich außerdem eine Brause befand, sodass wir beim Duschen aufpassen mussten, um nicht ins WC zu fallen! Dessen ungeachtet war das Zimmer jedoch sehr sauber.

Nach einer kurzen Erfrischungspause spazierten wir zum nahegelegenen Restaurant, wo wir zu Abend aßen und traditionell gekleidete Mädchen uns einige schöne Lieder vortrugen.
Da es nach dem Essen schon dunkel war und es keine Beleuchtung gab, bahnten wir uns den Weg zurück ins Zimmer mit der Taschenlampe.

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