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Dritter Tag - 14.7.2009 - Skalholt - Kerið Krater - Selfoss - Urriðafoss - Seljalandsfoss - Skógafoss - Quartier - Abendspaziergang zum Felsentor

Nach dem reichhaltigen Frühstück machen wir uns auf nach Skalholt. Die kleine Ortschaft ist einer der ältesten Bischofssitze Islands und beheimatet eine schöne Kirche, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollen.

Auf dem Weg nach Selfoss kommen wir am Kerið vorbei. Dieser etwa 5000 Jahre alte zur Zeit nicht aktive Vulkan ist bekannt für seinen schönen Kratersee.
Wir bleiben am Parkplatz vor dem Vulkan stehen und machen uns an den Aufstieg hinauf auf den Krater. Oben empfängt uns ein äußerst lebhafter und kalter Wind, der das Fotografieren und Filmen zu einer wahren Herausforderung werden lässt.
Doch der grandiose Blick hinunter auf den Kratersee und über die grandiose Landschaft ringsum entschädigen die Anstrengungen.
Wir gehen am Kraterrand entlang und umrunden so den Vulkankegel. Gegen Norden hin senkt sich der Kraterrand etwas und hier wird es fast windstill und der Kratersee liegt ruhig vor uns.

In Selfoss machen wir einen kurzen Zwischenstopp bei einem Supermarkt. Doch das erhoffte Einkaufserlebnis bleibt leider aus... Das Geschäft öffnet seine Tore erst um 12Uhr Mittags...
Also fahren wir weiter zum Urriðafoss. Er ist der wasserreichste Wasserfall Islands. Trotzdem findet er wesentlich weniger Beachtung als viele Andere.
Wir wollen ihn uns aber nicht entgehen lassen und so machen wir den kleinen Abstecher von der Ringstraße zum Parkplatz ganz in der Nähe des Wasserfalls.
Außerdem findet sich hier auch ein Geocache ganz in der Nähe und so werden die Beiden einfach gleichzeitig besucht.

Auf dem Weg zum Seljalandsfoss machen wir nochmals einen kurzen Abstecher von der Ringstraße weg auf eine der zahlreichen Schotterpisten. Hier ist es - nach einem kleinen Fotostopp - an der Zeit eine kleine "Action-Einlage" auf Video zu bannen.
Mit laufender Kamera geht es über die Schotterpiste dahin um anschließend auf die außerhalb des Autos platzierte Kamera zuzufahren.

Kurz darauf erreichen wir den Seljalandsfoss. Wir stellen unser Auto auf dem großen und bereits gut gefüllten Parkplatz ab und spazieren zum Wasserfall. Hier stürzt der Fluss Seljalandsá über eine Klippe - die vor langer Zeit einmal die Küstenlinie Islands markierte - in die Tiefe. Das besondere an diesem Wasserfall ist jedoch, dass man in einer Art Halbhöhle hinter dem Wasserfall vorbei gehen kann.
Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so spazieren wir den etwas feuchten aber trotzdem griffigen Weg entlang. Hinter dem Wasserfall werden natürlich wieder reichlich Film- und Fotoaufnahmen gemacht, ehe wir wieder auf den Hauptweg kommen und der Klippen entlang weiter spazieren.
Dabei kommen wir an weiteren Wasserfällen vorbei, bis wir schließlich beim Gljúfrabúi ankommen. Das Wort bedeutet "Schluchtenbewohner", was für diesen Wasserfall ein äußerst passender Name sein dürfte. Er stürzt in eine Höhle, so dass man ihn nicht sehen kann bis man direkt vor dem Ausgang der Höhle steht.
Man kann durch den Bach in die Höhle hinein gehen. Hierfür empfiehlt es sich jedoch nicht barfüßig durch das Bachbett zu laufen. Das Geröll darin ist vulkanischen Ursprungs und daher sehr scharfkantig.
Wir begnügen uns daher damit in die Höhle hinein zu schauen und entdecken dann noch einen kleinen Pfad auf eine Felsnadel hinauf.
Oben angekommen bietet sich ein schöner Blick auf den Wasserfall und in die Höhle hinein.

Wieder zurück beim Auto machen wir uns auf den Weg nach Skógar.
Auch hier finden wir wieder einen der zahlreichen Wasserfälle Islands. Man kann am Rand des Flussbettes entlang bis direkt zum Wasserfall spazieren. Dafür sollte man sich aber eine Wasserdichte Jacke überziehen, da der Wind viel Wasser aus dem Fall heraus und der Schlucht entlang trägt.
Außerdem machen wir uns nach an den Aufstieg über den berühmten Trekkingweg nach Þórsmörk. Der Weg führt über Eisenstufen hinauf bis an den oberen Rand des Wasserfalls.
Von hier haben wir einen herrlichen Blick über den Ober- und Unterlauf sowie den Wasserfall selbst und die ihn umgebende weitläufige Landschaft.

Nach dem etwas enttäuschenden Besuch im Restaurant in unmittelbarer Nähe zum Wasserfall besuchen wir noch das Heimatmuseum des Ortes - das Byggðasafnið að Skógum. Das Museum ist in drei Bereiche aufgeteilt.
Im Freilichtmuseum wurden die traditionellen Torfhöfe nachgebaut, sowie ein altes Schulgebäude und eine kleine Kirche aufgestellt.
Eine weitere Ausstellung im Haupthaus des Museums beherbergt unzählige Alltagsgegenstände - vor allem aus dem bäuerlichen Landleben.
Der dritte Teil des Museums widmet sich den technischen Entwicklungen in Island. Neben zahlreichen Autos, Baumaschinen und Schneemobilen findet sich auch ein kleines Flugzeug sowie eine interessante Sammlung von Funkgeräten in diesem Haus.

Nach dem Besuch in Skógar machen wir uns auf den Weg zu unserem Quartier "Vellir Í Myrdal" das nur ein kurzes Stück entfernt liegt.
Hier genießen wir ein reichhaltiges dreigängiges Abendessen das von den Farmbesitzern selbst zubereitet wird.

Als schon die Abenddämmerung herein bricht, machen wir uns auf den Weg zum Felsentor von Dyrhólaey.
Das erste Stück der Piste fahren wir mit dem Auto, bis sie schließlich so schlecht wird, dass man nur noch mit einem entsprechend geländegängigem Gefährt weiter fahren hätte können.
Von hier aus machen wir uns zu Fuss auf zur Küste. Die Lavaformationen erscheinen im düsteren Licht der Abenddämmerung noch eindrucksvoller und mystischer.
Auch ein kleiner Spaziergang über den grobschottrigen Strand darf natürlich nicht fehlen und wir genießen die Ruhe, die man nur an einem so abgelegenen Ort finden kann.

Spät in der Nacht kehren wir müde zu unserem Quartier zurück und versinken schon bald in einen erholsamen Schlaf.


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