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Sechster Tag - 17.7.2009 - Gletscherlagune - Skidoo-Tour - Höfn - Djúpivogur

Nachdem wieder alle Sachen im Auto verstaut sind machen wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück wieder auf den Weg.
Heute Vormittag wollen wir eine Skidoo-Tour am Vatnajökull machen. Der dafür vorgesehene Treffpunkt ist ein Parkplatz an der Ringstraße.
Auf dem Weg dorthin, machen wir noch einen kurzen Abstecher zu der Gletscherlagune Fjallsárlón und nutzen den herrlichen Sonnenschein für ein paar wunderschöne Aufnahmen von der Gletscherzunge und den Eisbergen im Wasser.

Nach einer knapp einstündigen Fahrt erreichen wir schließlich den vereinbarten Parkplatz. Hier warten auch bereits einige andere Abenteuerlustige auf die Geländewägen, die uns hinauf zum Gletscher bringen sollen.
Da wir noch ein wenig Zeit übrig hatten steigen wir aus unserem Auto um uns noch die Füße zu vertreten.
Nach ein paar Minuten rauscht dann auch schon der erste Geländewagen auf den Schotterparkplatz. Die Ersten besteigen das Fahrzeug und nach und nach kommen auch die anderen Fahrzeuge und so machten wir uns alle der Reihe nach auf den Weg hinauf.
Während der Fahrt zeigt uns der Fahrer noch ein paar interessante Stellen und Aussichtspunkte. Jederzeit einen kleinen Scherz auf den Lippen.
Während sich unser Allradfahrzeug unbeirrt seinen Weg hinauf zur Hütte bahnt, staunen wir über das herrliche Panorama und die faszinierende Landschaft rings um uns herum.

Bei der Hütte angekommen müssen wir dann noch die Tour bezahlen und bekommen anschließend Helm und Alpinanzug, die wir auch gleich anlegen.
Nach einer kurzen Unterweisung über die Bedienung des Motorschlittens kann dann die Tour auch schon los gehen.
Einer nach dem anderen hängt sich an die Gruppe an und schon kurz darauf brettern wir über die schier unendliche Landschaft aus Eis und Schnee.
Leider hat sich ein Nebelschleier über die Berge geschoben, so dass der Ausblick leider etwas getrübt ist. Dafür macht es das Fahren mit dem Motorschlitten umso interessanter.

Über einen steilen Anstieg geht es hinauf auf ein kleines Plateau. Hier machen wir auch die erste Pause.
Diese wird natürlich sofort für diverse Film- und Fotoaufnahmen genutzt.
Auch ein Schluck Wasser, Tee oder Kaffee zwischendurch gönnt man sich und dann geht es auch schon wieder weiter.
Die Motorschlitten werden wieder gestartet und die Gruppe setzt sich wieder in Bewegung.
Immer weiter hinaus auf den Gletscher ehe wir in einer Schleife wieder auf ein Plateau kommen.
Hier wird abermals Halt gemacht und es gibt ein paar Infos über den Gletscher und die unter der massiven Eisdecke verborgenen Vulkane. Deren Ausbruch praktisch jederzeit möglich ist. Eigentlich sind sie sogar schon "überfällig"...

Nach diesem Ausflug in die Geologie, machen wir uns auf den Weg zurück zur Hütte.
Diesmal wird die Fahrt nicht mehr unterbrochen und es geht auch deutlich flotter dahin. Man hat Vertrauen zu seinem Gefährt gefasst und so bricht bei allen langsam aber sicher die Abenteuerlust durch.
Flott geht es über die Eisdecke dahin und der Adrenalinspiegel erreicht Höchstniveau.
Dann kommt auch schon die Hütte in Sicht und die Tour neigt sich ihrem Ende entgegen.
Nach und nach reihen sich die Motorschlitten wieder aneinander und wir tun es ihnen gleich.

Wieder zurück bei der Hütte geben wir Anzug und Helm zurück.
Da unsere Fahrer für die Geländewägen noch ihr Mittagessen verspeisen müssen wir noch ein wenig auf die Rückfahrt hinunter auf den Parkplatz warten.
So genießen wir noch den Ausblick, der sich nun langsam aus der Umklammerung der Nebelschwaden lösen kann und kommen so noch zu der einen oder anderen guten Aufnahme.
Schließlich kommen dann auch die Fahrer wieder zu ihren Fahrzeugen und wir machen uns auf, die Talfahrt anzutreten.

Wieder zurück bei unserem Auto machen wir auf den Weg nach Höfn, der derzeit einzigen Hafenstadt an der Südküste.
Sie liegt etwas abseits der Ringstraße ist aber auf tadellos asphaltierten Straßen zu erreichen.
Hier machen wir einen kleinen Spaziergang am Hafen vorbei zum Seefahrerdenkmal.

Da wir nicht auf der Straße gehen wollen, schlagen wir den Weg über die Wiese ein. Das stellt sich aber nach kurzer Zeit als keine allzu gute Idee heraus... denn es folgt der "Angriff der Killer-Seeschwalben"! Diese haben offenbar ihre Nestern in der Senke in der Mitte der Wiese und verteidigen diese äußerst vehement.
Wir weichen natürlich aus um so dem Ansturm der Vögel zu entgehen und nach und nach beruhigen sie sich auch wieder.
Es empfiehlt sich auch hier wieder einmal dem Reiseführer Vertrauen zu schenken und während der Brutzeit die potentiellen Nistplätze der Seeschwalben zu meiden.
Schließlich gelangen wir unbeschadet zum Denkmal und nach einigem Hin- und Her schaffen wir es dann auch ein Foto ohne Auto und ohne andere Touristen davor zu ergattern.

Den Weg zurück zum Auto nehmen wir über die Straße, was deutlich angenehmer ist...
Wieder im Auto fahren wir ein Stück durch das Städtchen und machen noch einen weiteren kleinen Spaziergang der Küste entlang.
Von der kleinen Halbinsel auf der Höfn liegt, kann man einen schönen Blick auf die Gletscherzungen des Vatnajökull erhaschen und die Wege sind sehr einsam.

Nun steht uns noch eine lange Fahrt entlang der Ringstraße bevor. Hinauf in die Ostfjorde Islands.
Nach und nach nähert sich die Straße der Küste ehe wir uns auch schon im ersten Fjord wieder finden.
Malerisch schlängelt sich die Straße der Küstenlinie entlang und um jede Kurve offenbart sie uns einen weiteren grandiosen Blick über die Fjorde, die Berge und das offene Meer.

Schließlich erreichen wir Djúpivogur. Ein kleines Fischerdorf am Berufjörður, dem ersten "richtigen" der Ostfjorde.
Das Dorf war in früheren Zeiten ein wichtiger Umschlagspunkt für die reichen Händler aus Hamburg, die hier lange Zeit das Handelsmonopol inne hatten.
Nach einem kleinen Rundgang durch die Ortschaft setzen wir unseren Weg entlang der Ringstraße fort.

Nachdem wir den tief in die Insel eingeschnittenen Berufjörður umrundet haben erreichen wir Berunes. Eine sehr einsam gelegene Jugendherberge mit einer eigenen kleinen Kirche.
Auch ein Campingplatz findet sich auf dem Gelände.
Der Eigentümer empfängt uns herzlich und zeigt uns unser Zimmer. Es ist zwar schlicht eingerichtet aber dennoch sehr gemütlich und durch die einsame Lage sehr ruhig.

Zum Abendessen fahren wir ins Café Margret in der Nähe von Breiðdalsvík.
Vor der Blockhütte weht die bayrische Fahne und wir werden vom freundlichen Personal in deutscher Sprache empfangen.
Auch die Speisekarte hat für Island untypische - deutsche - Speisen zur Auswahl.
Bei einem sehr guten Abendessen lassen wir den langen und ereignisreichen Tag noch einmal Revue passieren und kehren dann nach Berunes zurück.


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