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Elfter Tag - 22.7.2009 - Skútustaðir - Höfði - Rundflug - Grenjaðarstaður - Húsavík - Goðafoss - Laufás - Akureyri

Die soll unser letzter Tag in der Gegend rund um den Mývatn werden.
Als Erstes wollen wir uns die Pseudokrater bei Skútustaðir ansehen. Diese liegen unmittelbar am Mývatn an dessen südlichen Ufer.
Bereits bei der Anfahrt fallen uns die großen Mückenschwärme auf, denen der See auch seinen Namen verdankt.
Wir wollen es aber trotzdem probieren und machen uns auf den Weg auf die kleine Halbinsel hinaus.
Doch weit kommen wir nicht, ehe uns auch schon die ersten Mückenschwärme überfallen. Die Mücken stechen zwar nicht und tun einem auch ansonsten nichts zuleide, aber sie sind äußerst lästig. (Anm.: Menschen mit Platzangs sei hier empfohlen die Mückenschwärme zu meiden!)

Wir brechen die Runde also ab und machen uns auf den Weg zu einer weiteren Halbinsel namens Höfði.
Die bewaldete Halbinsel steht gänzlich unter Naturschutz. Auch hier treffen wir wieder auf die Mückenschwärme, jedoch sind sie hier wesentlich kleiner und weniger störend.
Immer wieder eröffnet sich uns zwischen den Bäumen und auf diversen Felsvorsprüngen der Blick auf den See und die der Halbinsel vorgelagerten bizarren Lavaformationen.

Nach der Umrundung Höfðis fahren wir hinauf nach Reykjahlíð. Hier finden wir den kleinen Privatflugplatz der "Mýflug Air". Mit einer ihrer Maschinen wollen wir einen kleinen Rundflug über den Mývatn und das Hochtemperaturgebiet der Krafla machen.
Es ist auch gleich ein Pilot mit seiner Maschine zur Stelle und schon kurz danach starten wir in einer Cesna in die Lüfte.
Beeindruckend und völlig Anders präsentiert sich die Landschaft unter uns aus der Vogelperspektive! Der erfahrene Pilot dreht mehrere Schleifen, so dass auch jeder von uns wirklich Alles zu sehen bekommt.
So kommen wir sogar noch in den Genuss der Pseudokrater und auch anderorts finden wir viele lohnenswerte Motive für unsere Foto- und Filmaufnahmen.
Viel zu schnell ist der Flug leider vorbei und wir landen wieder auf dem kleinen Flugplatz. Doch es hat sich allemahl gelohnt!

Anschließend machen wir uns nochmal auf den Weg nach Húsavík.
Auf etwa halben Weg machen wir dann noch schnell einen Abstecher nach Grenjaðarstaður.
Bei der kleinen Kirche des alten Anwesens findet sich ein alter Grabstein dessen Inschrift mit Runen angebracht ist.
Das Heimatmuseum in dem alten Torf-Hof ist leider heute ausnahmsweise geschlossen...

Jetzt geht es aber dann endlich nach Húsavík.
Dort angekommen besuchen wir zuerst die Kirche des Ortes. Anschließend besichtigen wir die wahrscheinlich bekannteste Sehenswürdigkeit von Húsavík. Das Phallusmuseum. Das Museum widmet sich einer doch eher außergewöhnlichen aber sehr interessanten Sammlung.
Nach dem Besuch des Museums spazieren wir noch ein wenig durch den Stadtpark. Laut Reiseführer soll es hier einige schöne alte Häuser zu sehen geben... eines haben wir gefunden. Der Park ist aber schön angelegt und ein kleiner Fluss begleitet unseren Weg.
Bevor wir Húsavík verlassen versorgen wir uns noch in einer Bäckerei mit einer kleinen Jause.

Nun steht uns wieder eine etwas längere Autofahrt bevor. Wir machen uns auf den Weg Richtung Akureyri.
Auf etwa halbem Weg halten wir beim Goðafoss, einem der bekanntesten Wasserfälle Islands. Der Sage nach wurden hier die letzten heidnischen Götterbilder der Region in den Fluten des Wasserfalls versenkt, die ihm auch seinen Namen gaben.
Wir parken unser Auto zunächst auf der Ostseite des Flusses Skjálfandafljót der sich über den Goðafoss in die Tiefe stürzt.
Wir wandern dem Fluss entlang in südlicher Richtung bis knapp an den Wasserfall heran. Tosend ergießen sich die Wassermassen in die Schlucht und auch der Wettergott ist uns gut gestimmt und lässt immer wieder die Sonne ein wenig durch die Wolken brechen.
Anschließend begeben wir uns an das Ostufer des Flusses um noch ein paar weitere Fotos von dem grandiosen Naturschauspiel zu ergattern.

Wir machen uns wieder auf den Weg und kurz vor Akureyri machen wir noch schnell einen Abstecher zu einem alten Tor-Hof namens Laufás. Das alte Anwesen wurde als Pfarrhof erbaut und steht heute in der Obhut des isländischen Nationalmuseums und bot einmal Platz für bis zu 30 Personen.

Jetzt ist es nicht mehr weit nach Akureyri und schon bald treffen wir dort ein.
Als Erstes wollen wir unser Quartier suchen. Nach ein paar recht umständlichen Umwegen gelingt es uns schließlich das Gästehaus zu finden und wir werden auch sogleich freundlich empfangen.
Nachdem unser Gepäck ausgeladen und das Zimmer bezogen ist machen wir uns zu Fuß auf den Weg ins Stadtzentrum um unseren Hunger zu stillen.
Die ersten beiden vom Reiseführer empfohlenen Restaurants gibt es leider nicht mehr... doch schon bald werden wir bei einem italienischen Restaurant fündig. Doch leider haben wir uns einen denkbar schlechten Zeitpunkt für unser Abendessen ausgesucht. Scheinbar gehen sämtliche Isländer um etwa 18Uhr essen... einen Platz in einem Lokal zu bekommen ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit und mit langen Wartezeiten verbunden.
Wir melden uns also bei dem Restaurant an und erfahren, dass wir in etwa 20-25 Minuten einen Tisch bekommen werden.
Wir nutzen die Zeit und schauen uns noch ein wenig um.

Nach dem Abendessen besuchen wir noch den botanischen Garten der Stadt der uns mit seinen vielen blühenden Blumen und Sträuchern verzaubert.
Anschließend marschieren wir noch an das andere Ende der Stadt zum Denkmal für den ersten Siedler Akuryris. Während diesem Spaziergang machen entdecken wir eine weitere interessante Besonderheit der Stadt. Das rote Signal aller Ampelanlagen tragen die Form eines Herzen und sind nicht wie üblicherweise rund.

Nach diesem Rundgang kehren wir wieder auf unser Zimmer zurück und stellen wieder einmal fest: So schön die kleinen Dörfer sind, so schwer tun sich die Isländer offenbar mit der Errichtung von Städten.


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